Hauptbanhof - Wien

Mehr Platz für Kunst im öffentlichen Raum: ÖBB starten mit Digital Wall am neuen Wiener Hauptbahnhof

Am 10. Oktober eröffnete der neue Hauptbahnhof Wien und mit ihm wird mehr Platz für Kunst im öffentlichen Raum geschaffen: Eine großflächige Digital Wall wird in Kooperation mit dem Jüdischem Museum Wien mit Fotografien von Yvonne Oswald aus der aktuellen Ausstellung "Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit" bespielt.

Kunst im Öffentlichen Raum

Die ÖBB wollen mit der neuen Präsentation mehr Platz für Kunst im öffentlichen Raum schaffen. Für den Start wurde bewusst eine Fotoserie gewählt, sie braucht keine Worte und wird dennoch von jedem verstanden. Die Fotos von Yvonne Oswald, die derzeit in der Ausstellung "Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit" vom Jüdischen Museum im Standort auf dem Judenplatz gezeigt werden, haben auch einen engen Bezug zur Geschichte der ÖBB, da das Südbahnhotel ohne den Bau der Semmeringbahn wohl nie errichtet worden wäre.

Die Historie des Südbahnhotels

Das einstige Luxushotel wurde 1882 von der Südbahngesellschaft errichtet. Aufgrund der hervorragenden Anbindung durch die 1854 eröffnete Semmeringbahn wurde das Hotel vor den Toren Wiens rasch im zu einem beliebten Treffpunkt der jüdischen Kulturelite Wiens, die auf dem Semmering gerne ihre Sommerfrische verbrachte. 1938 markiert den Niedergang des Südbahnhotels: Viele der Stammgäste mussten auf Grund ihrer jüdischen Herkunft emigrieren oder fielen dem Nationalsozialismus zum Opfer. Nach 1945 konnte das Hotel nie wieder an seine glanzvolle Vergangenheit anknüpfen und war ab den 1970er Jahren dem Verfall preisgegeben.

Christian Kern, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG: "Jeder kennt die große Historie der von Karl Ritter von Ghega erbauten Eisenbahnstrecke am Semmering. Allerdings gibt es dazu auch einen zweiten, sehr dunklen Teil der Geschichte: Es ist unsere Verpflichtung dafür zu sorgen, dass die Erinnerung daran auch für die heranwachsende junge Generation erhalten bleibt."

Danielle Spera, Direktorin des Jüdischen Museums, würdigt das Engagement der ÖBB: "Durch die Digital Wall wird der neue Hauptbahnhof selbst zum öffentlichen Ausstellungsraum. Es ist großartig, dass eines der größten Unternehmen des Landes mit dieser neuen Aktion die Kulturgeschichte ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit rückt und damit auch die Arbeit des Jüdischen Museums unterstützt."

Wien Hauptbahnhof: Kürzere Fahrzeiten, mehr Verbindungen, bequemes Umsteigen

Das Jahrhundertprojekt Wien Hauptbahnhof - das mit Abstand größte Bahnhofsprojekt der ÖBB - wurde am 10. Oktober 2014 eröffnet. Fünf Jahre nach dem Abriss des alten Südbahnhofs ist auf kleinerer Fläche ein deutlich leistungsfähigerer und moderner Bahnhof entstanden. Kürzere Fahrzeiten, mehr Verbindungen, bequemes bahnsteiggleiches Umsteigen und eine spannende Architektur machen das Bahnfahren nun noch attraktiver. Der ÖBB-Fernverkehr ist über die Bahn-Drehscheibe Wien Hauptbahnhof/Wien Meidling aus ganz Wien mit U- und S-Bahn innerhalb von 30 Minuten erreichbar. Der Wiener Hauptbahnhof wird in Zukunft etwa 145.000 Besucher pro Tag verzeichnen.

Weitere Infoshttp://blog.oebb.at/eroeffnung-hauptbahnhof-wien

Die Ausstellung über das Südbahnhotel

Die von Danielle Spera kuratierte Ausstellung "Das Südbahnhotel. Am Zauberberg der Abwesenheit. Fotografien von Yvonne Oswald" ist bis 11. Jänner 2015 im Museum Judenplatz, 1010 Wien, Judenplatz 8 von So-Do 10-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr, zu sehen. Weitere Infos unter www.jmw.at

Rückfragehinweis:
Dr. Alfred Stalzer
Mediensprecher Jüdisches Museum Wien
Telefon: 01 505 31 00
Mobil: 0664 506 49 00
E-Mail: pr@stalzerundpartner.com

Ing. Mag. Michael Braun
ÖBB-Holding AG, Konzernkommunikation
Pressesprecher
Mobil: 0664/286 99 90
michael.braun@oebb.at
www.oebb.at