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Wohnbau, Soziale Infrastruktur, Büros und Gewerbe
Bahnhöfe als Impulsgeber für Stadtteilentwicklung
Die Bahnhofsoffensive etabliert sich zunehmend als Impulsgeber für städtebauliche Weiterentwicklung. Städte und Kommunen haben das Potenzial erkannt und setzen in punkto Stadtentwicklung auf die ÖBB. Mit den neuen Bahnhöfen in Linz, Graz und Innsbruck haben die ÖBB gezeigt, dass sie die nachhaltige Aufwertung von Stadtteilen initiieren können. Nun lassen die ÖBB innerhalb der nächsten Jahre in Wien städtebauliche Visionen in zentraler Lage Realität werden.
Vom Betriebsbahnhof zum Kundenbahnhof
Im Zuge des Gesamtprojekts Hauptbahnhof Wien nutzen die ÖBB die Chance, historische Betriebsflächen künftigen Anforderungen anzupassen.
Die Anordnung betrieblicher Einrichtungen wird optimiert. Über Wien verstreute Frachtenbahnhöfe, Produktionsstätten und andere Einrichtungen der Technischen Services werden an geeigneten Standorten zusammengefasst. Verschlankungen des Gleiskörpers tragen ebenso zur Gewinnung innerstädtischer Flächenressourcen bei.
Das Stadtentwicklungsgebiet innerhalb des Gesamtprojekts umfasst eine Fläche von insgesamt 59 ha. Lediglich 2,5 km vom Stephansplatz entfernt entsteht ein eigener, attraktiver Stadtteil.
Wohnbau & Soziale Infrastruktur
Im Süden des neuen Hauptbahnhofs, zwischen Sonnwendgasse, Gudrunstraße und dem Bahnkörper, soll die Fläche überwiegend als Wohngebiet genutzt werden. Die Gruppierung der Wohnhäuser um einen etwa acht Hektar großen Park wird eine hohe Lebensqualität sicherstellen. Insgesamt entstehen 5.000 Wohnungen für etwa 13.000 Menschen.

Die Stadt Wien sorgt für die erforderliche soziale Infrastruktur mit einem Kindergärten und einem Bildungscampus im Bereich Sonnwendgasse/ Gudrunstraße.
Wohnen im Sonnwendviertel
Der wohnfonds_wien hat eine 3,9 ha große Fläche entlang der Sonnwendgasse erworben und wird dort 1.160 freifinanzierte und geförderte Wohnungen errichten. Um sicher zu stellen, dass nur die besten Wohnprojekte umgesetzt werden, wurde von Juni bis Oktober 2009 ein Bauträgerwettbewerb veranstaltet. Die sieben Siegerprojekte werden in Zukunft maßgeschneiderte Wohnbauten für alle Generationen und Lebenssituationen bieten. In diesem neuen Viertel wird Großzügigkeit mit Intimität, Leistbarkeit mit Extravaganz verbunden. Angrenzend an das Sonnwendviertel wird auch ein Bildungscampus entstehen.

Büros
Im Nahbereich des Hauptbahnhofs und vom Wiedner Gürtel werden Büros für Handel- und Dienstleistungsbetriebe errichtet. Die S-Bahnen und die U-Bahn-Linie U1 bieten an dieser Stelle einen hochwertigen Anschluss an das innerstädtische öffentliche Verkehrsnetz.
Die angrenzenden Bezirke werden durch den neuen Stadtteil wesentlich aufgewertet. Leere Hallen und Lagergebäude und nicht mehr benutzte Bahnlagen werden abgerissen und durch moderne, funktionelle Büroneubauten ersetzt.
Geplant sind 550.000 m² Bruttogeschoßflächen für Einkaufs-, Ärzte-, Versicherungs-, Verwaltungs- und Bankenzentren. Das Herzstück des Büroparks befindet sich im Dreieck Wiedner Gürtel – Arsenalstraße – Hauptbahnhof. Südlich vom Bahnhof entlang der Sonnwendgasse ist ebenfalls Büronutzung möglich. Im gesamten Areal werden rund 20.000 Arbeitsplätze geschaffen.

Auf der Fläche gegenüber dem Schweizergarten, dort wo heute die Bahnhofshalle steht, wird die Erste Group Immorent AG ein Business- und Verwaltungsgebäude für die Erste Bank errichten.
Gewerbe
Um die Wohnbereiche von der Ostbahn abzuschirmen, wird dazwischen eine Zeile mit Büros und Gewerbebetrieben errichtet. Dabei ist auch eine Nutzung des Gleisanschlusses für die Betriebe angedacht. Es sollen bevorzugt Firmen angesiedelt werden, die keinen übermäßigen Straßenverkehr sowie Lärm, Geruch oder Staub verursachen.



